Deidesheim

Deidesheim

Insasse(n)/Inhaftierte(r)

Schreck, Friedrich [zu den Details]

Informationen

Deidesheim ist eine Kleinstadt mit rund 3700 Einwohnern, die im rheinland-pfälzischen Landkreis Bad Dürkheim im Nordwesten der Metropolregion Rhein-Neckar liegt. Seit dem 1. Januar 1973 gehört die Stadt der Verbandsgemeinde Deidesheim an, deren Verwaltungssitz sie auch ist. Deidesheim liegt in der Pfalz im Bereich der Region Weinstraße. Im Unterschied zur übrigen Pfalz, die überdurchschnittlich viel zum Aufstieg der NSDAP beitrug, wählten die Deidesheimer noch bis 1933 bei den Reichstagswahlen die Zentrumspartei mit absoluter Mehrheit; vor der Machtergreifung 1933 waren 17 Deidesheimer der Partei beigetreten und spätestens seit dem April 1931 gab es eine Ortsgruppe der NSDAP in Deidesheim, zu der auch Forst an der Weinstraße, Ruppertsberg und Niederkirchen gehörten. Bei den Novemberpogromen 1938 am 9. November 1938 gab es in Deidesheim keine Zerstörungen, aber einen Tag später wurden die Häuser zweier jüdischer Familien und der Jüdische Friedhof verwüstet. Die Deidesheimer Synagoge war bereits 1936 von der jüdischen Gemeinde verkauft worden und deshalb der Zerstörung entgangen. Während des Zweiten Weltkrieges blieb Deidesheim von Kriegsschäden zunächst verschont, aber am 9. März 1945, kurz vor Kriegsende, wurde das Deidesheimer Spital von einer Bombe getroffen; dabei verloren acht Menschen ihr Leben. Am 21. März 1945 rückten amerikanische Verbände kampflos in Deidesheim ein, obwohl man bereits im Herbst 1944 eine Panzersperre vorbereitet hatte, deren Schließung allerdings von einigen Deidesheimer Bürgern verhindert worden war.

Quellen und Links

Quelle: Wikipedia
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