Grünstadt

Grünstadt

Insasse(n)/Inhaftierte(r)

Born, Georg [zu den Details]
Kalter, Alfons Dr. [zu den Details]
Robert, Arthur [zu den Details]

Informationen

Grünstadt ist eine verbandsfreie Stadt im Landkreis Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz mit rund 13.000 Einwohnern. Die Stadt liegt im Leiningerland an der Nordgrenze des Pfälzerwaldes, ungefähr zehn Kilometer nördlich von Bad Dürkheim, an der Kreuzung zwischen der Deutschen Weinstraße und der A 6. Durch den Ersten Weltkrieg 1914-18 gab es 164 Tote aus Grünstadt, zu deren Gedenken man 1937 auf dem Grünstadter Berg ein tempelartiges Ehrenmal errichtete. Im Zweiten Weltkrieg 1939-45 wurde Grünstadt wiederholt Ziel von Luftangriffen, denen u.a. die Martinskirche zum Opfer fiel. Durch die Kriegsereignisse fanden 360 Menschen den Tod; Soldaten und Zivilopfer der Bombardierungen. Auch die sehr alte und bedeutende jüdische Gemeinde der Stadt wurde in dieser Zeit durch Deportation und Auswanderung ausgelöscht, erhalten blieben die barocke Synagoge und der jüdische Friedhof östlich der Stadt. Am 20. März 1945 besetzten US-amerikanische Truppen das Stadtgebiet, französisches Militär folgte ihnen am 7. Juli 1945. Infolge der Auflösung des Landkreises Frankenthal wechselte Grünstadt 1969 nach über 150-jähriger Kreiszugehörigkeit in den neuen Landkreis Bad Dürkheim; die Kfz-Kennzeichen in der Stadt wechselten von „FT“ auf „DÜW“. Am 7. Juni 1969 wurden die bis dahin selbstständigen Orte Asselheim und Sausenheim eingemeindet.

Grünstadt war eine der bedeutendsten jüdischen Gemeinden in der Pfalz. 1827 betrug der Anteil der jüdischen Einwohner über zehn Prozent. Von 1608 bis 1933 kann die Geschichte der jüdischen Gemeinde Grünstadt lückenlos nachvollzogen werden. Die Judenverfolgung der Naziherrschaft besiegelte das Schicksal der jüdischen Gemeinde in Grünstadt. Die jüdische Gemeinde Grünstadt hörte auf zu existieren.

Quellen und Links

Quelle: Wikipedia
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