Oberstein (Idar-Oberstein)

Oberstein (Idar-Oberstein)

Insasse(n)/Inhaftierte(r)

Forster, Karl [zu den Details]
Klein, Fritz [zu den Details]

Informationen

Idar-Oberstein ist eine Große kreisangehörige Stadt im Landkreis Birkenfeld, Rheinland-Pfalz. Idar-Oberstein liegt am südlichen Rand des Hunsrücks beiderseits der Nahe. Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs verzichtete der oldenburgische Großherzog Friedrich August auf seinen Thron. Aus dem Fürstentum Birkenfeld wurde der Landesteil Birkenfeld des Freistaats Oldenburg. Der Landesteil Birkenfeld wurde am 4. Dezember 1918 wie das gesamte Rheinland von französischen Truppen besetzt, die erst zum 30. Juni 1930 wieder abzogen.

Bei den Oldenburger Landtagswahlen im Jahre 1931 erreichte die NSDAP über 37 Prozent der abgegebenen Stimmen, konnte jedoch noch nicht die Regierung bilden. Nachdem die NSDAP zunächst eine Toleranzerklärung für die bestehende Regierung abgegeben hatte, forderte sie bald die Auflösung des Landtags. Da dieser die Auflösung verweigerte, strengten die Nazis ein Volksbegehren an, das zu einem Volksentscheid führte, mit dem am 17. April 1932 der oldenburgische Landtag aufgelöst wurde. Es kam damit zu einer noch weitgehend freien Neuwahl zum Oldenburger Landtag am 20. Mai 1932, die mit einem Gesamtstimmenanteil von 48,38 Prozent zu einem überwältigendem Sieg der NSDAP führte, die damit 24 von 46 Sitzen erlangte. In der damals noch selbständigen Stadt Idar erreichten die Nationalsozialisten über 70 Prozent der abgegebenen Stimmen. Damit konnten sie bereits vor der offiziellen Machtübernahme im Deutschen Reich im Oldenburgischen mit Billigung der Deutschnationalen Volkspartei, die über zwei Sitze verfügte, regieren. Eine der ersten Initiativen der neuen Machthaber war der Erlass einer Verwaltungsreform für das Land Oldenburg, dem am 27. April 1933 das ähnliche Gesetz zur Vereinfachung und Verbilligung der Verwaltung für den Landesteil Birkenfeld folgte. Damit wurden insgesamt 18 ehemals selbständige Orte zusammengelegt, so auch die bis dahin selbständigen Städte (Stadtrechte seit 1865) Idar und Oberstein mit den Gemeinden Algenrodt und Tiefenstein zur neuen Stadt Idar-Oberstein. Das Gesetz ließ das Kommende ahnen: Es wurde innerhalb weniger Wochen ohne weitere Diskussion oder Beteiligung, unter Ausschluss der Öffentlichkeit und auch gegen den Willen der nicht gefragten Gemeinden wie Herrstein und Oberwörresbach, Rötsweiler und Nockenthal, Hoppstädten und Weiersbach durchgesetzt. Die Umstrukturierung gab auch Gelegenheit, unliebsames „Altpersonal“ loszuwerden; die Nazis unter dem Kreisleiter Wild aus Idar besetzten bis zum Ende des Nazireichs alle wesentlichen öffentlichen Positionen.

1937 wurde auf der Grundlage des Groß-Hamburg-Gesetzes der oldenburgische Landesteil Birkenfeld aufgelöst und mit dem Restkreis St. Wendel-Baumholder in den preußischen Landkreis Birkenfeld überführt, dem somit alle Gemeinden der heutigen Stadt Idar-Oberstein angehörten.

Quellen und Links

Quelle: Wikipedia
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