Nachbericht Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus 27. Januar 2026

Gedenkstätte Neustadt
28.1.2026

Am Dienstag, den 27. Januar 2026, fand in der Stiftskirche in Neustadt eine Gedenkveranstaltung zum internationalen Holocaustgedenktag statt. Neben der Gedenkstätte und der Stadt Neustadt brachten sich auch mehrere Neustadter Schulen mit Beiträgen in das Programm ein.

Das Schwerpunktthema des diesjährigen Gedenken waren die NS-Krankenmorde, häufig verharmlosend als "Euthanasie" (griech. "guter Tod") bezeichnet, was der Vorsitzende der Gedenkstätte, Kurt Werner, in seiner Begrüßungsrede kritisch einordnete. Auch sprach Werner darüber, dass eine Gedenkveranstaltung nichts abstraktes sei und betonte: „Unter diese Geschichte lässt sich kein Schlussstrich ziehen.“

Ihm folgte die Rede des Oberbürgermeisters Marc Weigel, welcher auch über seine Zeit als Lehrer sprach, in der er mit Schülern Akten zu NS-Krankenmorden gesichtet und einzelne Schicksale herausgearbeitet hatte. Er sprach von „systematischer Entmenschlichung: Hier begann die Logik, die in den Vernichtungslagern ihren Höhepunkt fand.“

Den anschließenden Ablauf der Gedenkveranstaltung gestalteten Schüler*innen der Neustadter Schulen, sowohl mit einem musikalischen Beitrag des Kurfürst-Ruprecht-Gymnasiums, Vorstellung von Biographien einzelner Opfer durch das Käthe-Kollwitz-Gymnasium, Aufstellen von Kerzen am Altar durch die Schubert-Schule, als auch mit einem einprägenden Darstellenden Spiel aufgeführt von Schüler*innen des Leibniz-Gymnasiums.

Ein besonderer Dank gilt allen mitwirkenden Schüler*innen und Lehrkräften der entsprechenden Schulen, Dekan Andreas Rummel und der Stiftskirchengemeinde, sowie den Mitarbeitenden der Abteilung Demokratie- und Ehrenamtsförderung, kommunales Bildungsbüro der Stadtverwaltung Neustadt an der Weinstraße.